Coaching

Was ist eigentlich ein Coaching?

Ein Trainer ist jemand, der eigene Fähigkeiten an andere weitergibt. Coach wiederum heißt wörtlich übersetzt „Kutscher“ – man könnte auch sagen: „Wegekenner“. Ähnlich wie ein Bergführer, der sich auskennt, in unwegsamem Gelände die Orientierung nicht verliert, auf Gefahren aufmerksam machen kann und vielleicht sogar den einen oder anderen Schleichpfad kennt, der kürzer, schöner oder leichter ist.

Eines haben Trainer und Coach gemeinsam: Sie können nur führen und anleiten. Den Weg gehen und etwas ausprobieren oder umsetzen, das müssen Sie selbst.

Coaching kann Zeit, Geld und Energie sparen, wenn Sie an einem Scheideweg in Ihrem Leben stehen oder ein Problem erkennen, allein jedoch keine zufriedenstellende Lösung finden. Typische Anlässe für ein privates Coaching finden Sie hier, Indikatoren für ein berufliches Coaching hier und zentrale Fragestellungen von Sensiblen oder Begabten im Coaching sind hier zusammengestellt.

Coaching in Abgrenzung zur Therapie

Manchmal kann ein Problem so umfassend sein, die Hürden so unüberwindlich oder der Weg hinaus so unerreichbar, dass eine Psychotherapie ratsam ist. Diese ist – obwohl die Grenzen in der Praxis oft fließend sind – ganz klar von einem Coaching zu unterscheiden.

Menschen, die eine Therapie benötigen, sind psychisch zu dem Zeitpunkt so angeschlagen, dass sie Ihre Ziele vorübergehend nicht aus eigener Kraft erreichen können und die Verantwortung für das eigene Wohl nicht mehr allein tragen können. Dies kann zum Beispiel bei schweren Depressionen und im akuten Burnout der Fall sein. Bei Depressionen verhindern negative Gedankenmuster oft ein Vorankommen. Oder der Kontakt zu den eigenen Wünschen, Bedürfnissen oder Zielen ist nicht mehr spürbar. Burnout-Patienten sollten zunächst die Verhaltensmuster erkennen, die zu ihrem Zustand geführt haben und sich Zeit nehmen, sich zu erholen. Denn auch der direkteste Weg kostet Kraft und erfordert Mut. Zu viel, wenn man völlig erschöpft ist. Zudem besteht die Gefahr, Äußerlichkeiten zu verändern, aber aus seinen Mustern alte Probleme nur „neu aufzulegen“: vom Regen in die Traufe.

Ein Coaching ist dann angebracht, wenn Sie Ihre Ziele eigentlich auch alleine erreichen könnten – dies aber „irgendwie“ nicht schaffen, oder schon den ersten Schritt nicht wagen. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist der Weg in die Selbstständigkeit oder andere größere Veränderungen.

Das Coaching gibt dann die Initialzündung, schafft Motivation und Verbindlichkeit. Um bei unserem Beispiel mit dem Bergführer zu bleiben: Gemeinsam einen Berg zu erklimmen bringt mehr Spaß und wir kommen durch nettes Plaudern auf neue Ideen, während wir uns der körperlich anstrengenden Aufgabe stellen und am Ende gemeinsam die Aussicht genießen.

Zwar müssen Sie Ihre Muskeln allein anstrengen, den Weg Schritt für Schritt selbst gehen, aber Sie sind nicht mehr alleine. Mit mir bekommen Sie Rückenwind und Flankenschutz, um ausgetretene Pfade zu verlassen, die Sie nicht weiterbringen.

Abschließend sei gesagt: Ein Coaching kann natürlich parallel zu einer fortgeschrittenen Therapie oder nach ihrem erfolgreichem Abschluss stattfinden – und gerade dann sehr sinnvoll sein, um sich in Job und Leben neu zu positionieren und Veränderungsvorhaben zügig in die Tat umzusetzen.

Wie ich als Coach arbeite

In meinem Vorgehen im Coaching unterscheide ich mich von vielen meiner Kollegen: In den meisten Fällen braucht es viele Gespräche – und damit mehrere Coachingstunden – ehe Problem und Ziel erarbeitet sind. Das kostet Sie als Coachee wertvolles Geld, viel Zeit, die sich anders nutzen lässt und erste ermutigende Erfolge lassen lange auf sich warten.

Ich setze daher auf eine schriftliche Vor- und Nachbereitung. Das gibt mir die Möglichkeit, mehr ins Detail oder in die Tiefe zu gehen, meine und ihre Zeit effektiv zu nutzen und vor allem Ihr Geld zu sparen. Oft ist schon das schriftliche Formulieren des Coachinganlasses ein erster Schritt: Vieles wird auf den Punkt gebracht und klarer.

Außerdem hat diese Methode folgende Vorteile:

  1. Mit der schriftlichen Fixierung Ihrer Ziele geben Sie sich selbst ein Versprechen.
  2. Ziel und Problemstellung werden transparenter, was gerade bei komplexeren Themen leichter einen Weg und erste Schritte aufzeigen
  3. Das Aufschreiben fordert Selbstreflexion, was unerlässlich für das Coaching ist. Denn wie wir wissen: Den Weg müssen Sie selbst gehen und dabei auch Anstrengungen in Kauf nehmen. Dazu gehört auch, selbst gemachte oder in die Wiege gelegte Blockaden zu erkennen.

Ich arbeite außerdem mit längeren Coachingterminen – statt der üblichen 1 bis 1,5 Stunden nehme ich mir mindestens 3 Stunden Zeit pro Termin. Denn meine Erfahrung ist, dass wir dann erst richtig warm geworden sind und tatsächlich an einem entscheidenden Punkt angekommen sind, den es sich noch zu lösen lohnt.

Die Geschwindigkeit, in der ein Coachee zum Ziel kommt, ist individuell sehr unterschiedlich: In vielen Fällen ist meine Methode am Ende des Prozesses intensiver und kostet weniger Zeit und Geld.