FAQ: Achtsamkeit als Arbeitshaltung und Lebenskunst

Achtsamkeit ist weit mehr als Achtung, Aufmerksamkeit und Rücksicht. Sie ist eine innere Haltung, die man trainieren kann, wie mentales Training im Hochleistungssport. Es geht um drei Aspekte: Gegenwärtigkeit, Bewusstheit, Sachlichkeit.

Wenn Sie im Hamsterrad gegen die Zeit anschuften, weil Ihnen das Team, das Projekt oder Ihr Urlaub um die Ohren fliegen, vergessen Sie zu trinken, streichen die Pausen,  bekommen zu wenig Bewegung und irgendwann können Sie nicht mehr entspannen – zumindest Ihr Körper kann es nicht und Ihre Gedanken lassen Sie auch nachts nicht mehr zur Ruhe kommen. Achtsamkeit hilft, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Wer auf sich und andere „Acht gibt“, den bezeichnen wir umgangssprachlich als besonders achtsam. Und das ist die Quelle von Vorurteilen und Missverständnissen: Achtsamkeit verweichlicht. Achtsamkeit zielt darauf ab, unproduktive und ungesunde Automatismen klug zu erweitern; so sparen wir Energie und werden belastbarer.

Achtsamkeit als „Kulturtechnik“ gibt eine Antwort auf Herausforderungen, vor denen wir stehen – weltweit und persönlich. Sie ist ein stabiler Trend, der sich zunächst als Geheimtipp und seit der Jahrtausendwende durch die Medien konnte. – und durch die Erfahrungen derer, die Achtsamkeit täglich üben und weniger unter Stress leiden.